(später: Wochenblatt für das katholische Deutschtums Ungarns)
erschienen: 1935 bis 1944 in Apatin
Eigentümer und verantwortlicher Schriftleiter: Pfr. Adam Berenz
Druckerei: J. Szavadill, Apatin
Erscheinungsweise: wöchentlich (6-8 Seiten)
"Apatin in der Batschka war eine Hochburg der donauschwäbischen Katholiken Jugoslawiens. Hier erschien seit 1935 die gegen den Nationalsozialismus ausgerichtete katholische Wochenzeitung „Die Donau“. Geistiger Anführer war der Apatiner Pfarrer Adam Berenz, der schon in den dreißiger Jahren ein heftiger Gegner des Nationalsozialistischen Regimes in Deutschland war und sich in der Vojvodina gegen die Erneuererbewegung stemmte und schließlich in den Jahren der deutschen Okkupation ein bedeutender Widerstandsaktivist wurde." [1] 1941 wurde die Batschka wiederum ungarisch.
"Da die nazi-kritische Richtung proungarisch war („Treuebewegung“) erfreute sie (die Zeitung, Anm. der Red.) sich der Förderung durch den Staat, obwohl man aus außenpolitischen Gründen den NS- „Volksbund“ gewähren lassen musste: So hatten beide „Fraktionen“ nicht nur ihr Pressewesen, sondern auch eigene Abgeordneten im Parlament. Entsprechend existierte, neben dem gemäßigten staatlichen Minderheitenschulwesen einerseits, ein der „Volksgruppe“ unterstehende Schulwesen andererseits, mit deutlich verschiedener Ausrichtung. Als Ungarn 1942 vorsichtig auf Distanz zu Deutschland ging, gab das den nazikritischen Zeitungen Auftrieb; außerhalb der Schweiz konnte man wohl nirgendwo in der „Festung Europa“ so viel Kritik am NS-Regime in deutscher Sprache lesen."[2]
Nach der Besetzung Ungarns durch die Wehrmacht am 19. März 1944 wurde die Herausgabe der Donau verboten und Adam Berenz verhaftet.
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Jugoslawiendeutsche
[2] Carl Bethke 1991: "Das Bild des deutschen Widerstandes gegen Hitler In (ex-) Jugoslawien"
http://www.drustvosns.org/kultura/pdf/Carl%20Bethke,%20Deutscher%20Widerstand%20gegen%20Hitler%20aus%20YU-Sicht.pdf